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Südkorea – Teil 1

환영합니다! Willkommen! :D

Ja, nun bin ich ja schon in der Mitte meiner Südkorea-Reise angelangt.. schnell gings vorbei! Aber wie soll das auch anders gehen, in einer solch stark belebten Stadt wie Seoul. Eine Faszination aus den verschiedensten Stadtteilen, blinkenden Schriftzügen, riesigen Gebäudekomplexen und wunderbaren Kulturbauten. Aber alles von Anfang an.

Begonnen hat meine Reise durch den Abflug am Berliner Flughafen Tegel (TXL) am 24. Juli 2016. Der KLM-Flug brachte mich nach Amsterdam Schipol (AMS), wo ich meinen KLM Flug KL855 nach Seoul Incheon betrat. Der Transfer war mit seinen 2h 55min Aufenthalt ziemlich easy, obwohl Schipol ein ziemlich grosser Airport ist. Der 10h-Flug nach Seoul hingegen war eher anstrengend, da ich zwischen zwei Personen sass und demnach ziemlich schlecht schlafen konnte. Aber auch 10 Stunden gehen irgendwann vorbei und die Faszination auf das Kommende macht ja bekanntlich gerne mal wach.

Die Passkontrolle lief ähnlich ab, wie man es sich von den USA gewohnt ist. Pass zeigen, bestätigen wie lange man bleibt, Foto & Fingerabdruck, fertig. Danach das Gepäck abholen, was ja auch eher unspektakulär war. Hallo Seoul, da bin ich.

Natürlich, wie man mich kennt, musste als allererstes eine SIM-Karte organisiert werden. Korea Telecom (kurz KT) mit ihrem unlimiterten Datenangebot für 35’000 Won (etwa 35 CHF) für 10 Tage war die richtige Wahl. Es erstaunt, wie krass deren Abdeckung ist. Es gibt in ganz Südkorea kein 2G/EDGE, grundsätzlich hast du überall, auch in der U-Bahn, perfekte 4G/LTE Abdeckung. Ich hatte in den letzten Tagen noch nie 3G gehabt. :D

Weiter vom Airport weg in die Stadt ging es dann mit dem Bus für 15 CHF, was sich, wie später herausgestellt hat, als die Luxusvariante entpuppt hat. Aber der Bus war halt einfach wirklich genial komfortabel. Man fühlte sich wie in einem Wohnzimmersessel.

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Die ersten Impressionen aus dem Bus heraus.

Angekommen in Myeong-Dong, meinem Wohnstadtteil war dann auch schnell das Guesthouse in einer Seitengasse gefunden und bezogen. Das J-Garden Guesthouse, ein echt schönes und empfehlenswertes Guesthouse! (Nebst der sehr harten Matratze, aber das ist Geschmacksache) Es braucht nur 2 Minuten zur Myeong-Dong Station, einer U-Bahn-Station, mit welcher man sehr viele Dinge erreichen kann.

Läuft man durch die U-Bahn-Station durch, landet man direkt in der Einkaufszone von Myeong-Dong, welche einem echt im ersten Moment etwas umhaut. Überall läuft Musik, überall blinkt es und die Stores scheinen nicht aufzuhören. Zudem gibt es dort eine unglaubliche Flut an Menschen, die von Store zu Store laufen.

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Nach dem ersten Sammeln von Eindrücken traf dann auch meine koreanische Kollegin ein, welche dazu noch eine andere Kollegin mitgebracht hatte. Tolle Leute! :)

Gemeinsam nahmen wir den Bus hoch zum Seoul Tower, welcher grün leuchtend oberhalb der Stadt steht. 15 Minuten Fahrt von Myeong-Dong und da war sie, die wohl umwerfendste Sicht über Seoul. Man sieht über einen grossen Teil der Stadt, hat diverse kleine Restaurants, Attraktionen und natürlich den Sendeturm selbst. Wie alles touristische in Seoul, topmodern gehalten.

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Die Aussicht über Seoul.

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Der Seoul-Tower.

Durch das die Region auf dem Berg sehr touristisch ist, sind auch die Preise ziemlich hoch, um etwas essbares zu bekommen. Deshalb gingen wir wieder runter nach Myeong-Dong, um ein Abendessen zu geniessen. Durch Probleme mit Google Maps bzw. dem GPS-Signal hatten wir eine Weile, bis wir was passendes gefunden hatten. Jedoch war die dann gefundene Adresse echt nice! Ich habe zwar keine Ahnung, wie genau dieses Menu hiess, aber es war genial!

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..der nächste Tag. *magischer Übergang*

Kulturhäuser, Gebäude aus vergangener Zeit.. etwas, was man bei dieser pulsierenden Stadt eher nicht erwartet. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Überall in der Stadt gibt es Grünflächen, auf welchen meist riesige Kulturbauten stehen. So auch der Changgyeonggung Palast und der riesige umliegende Park. Ich muss echt sagen, ich habe noch nie einen solch schönen Park gesehen. Überall stehen Gebäude im traditionellen koreanischen Baustil, überall gibt es kleine Flüsschen und Seen und diverse Sitzgelegenheiten, um die Ruhe zu geniessen. Ein absolutes Must-see!

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Ein weiterer wunderschöner Palast, welchen ich am nächsten Tag angeschaut hab, ist der Gyeongbokgung Palace. Er war einst der Königspalast in Korea. Er stammt aus der Joseon-Dynastie und bedeutet namentlich übersetzt „Strahlende Glückseligkeit“!

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Es erstaunt immer wieder, wie ruhig es in diesen Parks ist. Man hört fast nichts, wenn dann nur ein entferntes Rauschen, von der sonst so lauten und stressigen Stadt rundherum. Eine geniale Mischung von alt und topmodern! Was auch echt nice ist, ist der Cheonggyecheon stream. Ein Fluss & eine Erholungszone, welche sich zwischen Wolkenkratzern und Strassen durchzieht.

Er sieht in der Nacht durch verschiedene Lichtinstallationen echt wunderschön aus!

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Nahe dieses Flusses war auch unser Abendessen, welches im traditionellen koreanischen Stil gehalten wurde. Ich muss wirklich sagen, die Küche in Korea ist wirklich sehr gut und empfehlenswert. Zudem ist es umgerechnet auf den Schweizerpreis echt günstig!

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..der nächste Tag. *ein weiterer magischer Übergang*

Wie den meisten bekannt sein sollte, gibt es zwei Koreas. Nordkorea und Südkorea. Nordkorea erscheint immer wieder mit negativen Schlagzeilen in unseren Zeitungen. Der Süden hingegen, da wo ich mich aufhalte, ist eines der wohl am weitesten entwickelten Ländern der Welt. Im Gegensatz zum Norden gibt es hier alles, was man sich auch aus Europa gewohnt ist. Genial entwickelte Technik, Freiheit und Produkte aus aller Welt.

Korea war aber nicht immer getrennt. Die Grenzen, so wie sie heute stehen, wurden nach dem Koreakrieg 1953 festgesetzt. An diese schrecklichen Kriegsjahre erinnert das „Korea war memorial“. Ein Prachtsgebäude mit umliegender Ausstellung verschiedenster Kriegsflugzeuge, Panzer und Schiffe. Zudem werden gefallene Soldaten und die beteiligten Länder gewürdigt.

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Auch besucht an diesem Tag habe ich das „Korean National Museum“. Ein riesiges Gebäude, welches von einem Park umfasst wird. Man spürt förmlich, wieviel Kultur in diesem Land steckt. Zudem gibts im Museum verschiedenste Ausstellungen aus anderen Ländern und deren Kulturen.

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Nebst Kultur gibt es in Seoul aber noch eine weitere grosse Sache. Shopping. Es gibt Shops an allen nur möglichen Orten, wo man wirklich alles aus aller Welt bekommt. Ein sehr internationaler Ort ist beispielsweise die Lotte World Shopping Mall. (Befindet sich direkt neben dem Lotte World Freizeitpark) Dort findet man diverse Markenstores aus Asien, USA und Europa. Zudem befindet sich ein Hardrock Cafe dort. (5. Floor, tipp!)

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Jetzt bin ich noch bis Donnerstag, den 4. August (spätabends hier), bis es weiter nach Amsterdam geht. Bis dann.. man liest sich auf Twitter, Facebook oder wo auch immer!

한국에서 그리팅을 보냅니다, Grüsse aus Südkorea!

– Jan, 29. Juli 2016

Published inAllgemein

2 Comments

  1. Malte Malte

    Als Nichtfollower von dir wären Hintergrundinfos ganz gut ;)
    – Diese Reise hat lustigerweise mal nichts mit Twitter/etc zu tun. :D

    Aus welchem Grund verschlug es dich dort hin – Urlaub? Spontanreise, weil interessant/bucket list? Wäre interessant zu wissen, irgendwie…
    – Es verschlug mich hierhin, weil ich schon immer mal Asien sehen wollte. Da Südkorea ein extrem weit entwickeltes Land ist, ist es auch technisch interessant! Also grundsätzlich ein ganz normaler Urlaub. Ich kenne zwar jemanden hier, aber ich wär auch so hierhergekommen. :)

    Und würdest du es empfehlen, dort zu wohnen (quasi auszuwandern)?
    – Also falls es einem nach Asien ziehen sollte, ist Seoul sicherlich ein sehr interessanter Ort, da es den Leuten hier sehr gut geht! Jedoch würde ich Europa nicht verlassen wollen, man kommt sich hier schnell mal alleine vor als Europäer. :P

    Es ist sicherlich ein Kulturschock auf dem ersten Blick. Das Essen ist anders, die Menschen dort sind anders. Statt Händeschütteln wird sich verbeugt (besonders wenn die Person, die dir gegenüber steht, älter ist als man selbst) und auch sonst ist alles eher darauf ausgelegt, übertrieben höflich zu sein. Was Homosexualität anbelangt, scheint man in vielen Gegenden allerdings nicht so offen zu sein…?!
    – Ja, kulturell ist es hier schon etwas anders, aber man bekommt dennoch keine Probleme, da sie sich bewusst sind, dass wir eine andere Kultur leben. Man fühlt sich hier aber jederzeit sicher, auch, weil die Koreaner echt freundliche Menschen sind! Homosexualität ist hier nicht wirklich ein Problem, denke ich zumindest. Es gab noch nie ein Diskriminierungsgesetz, jedoch auch keine Gleichstellung, da es in der Gesetzgebung nicht vorgesehen ist.

  2. Max Max

    Du hattest auf twitter das MV zu EXO – Monster getweetet (https://twitter.com/b0xCH/status/760144462433497089). Würdest Du dich selber als K-Pop Fan bezeichnen?

    Ich mag zwar gewisse Titel aus dem K-Pop Genre, aber ein K-Pop Fan bin ich nicht wirklich, kenns dafür zuwenig..

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