Wer kennt es nicht? Die schreckliche Krankheit, welche wiederum eine so wunderschöne Heilung (vorübergehend jedenfalls) hat. Das Reisefieber.

Reisefieber, definition?
Das Reisefieber definiert sich darin, indem man grundsätzlich an einem tollen Ort ist, aber trotzdem eigentlich viel lieber sonstwo wäre. Irgendwo weit weg, neuen Boden entdecken, neue Kulturen & Menschenleben kennenlernen. Reisefieber ist nicht die Jagd nach Sommer und Sonne. Es ist die Jagd nach neuem. Das stillen der Neugier. Der Drang, neues kennenzulernen.

Die Welt ist mit einer Landfläche von 149’430’000 km2 ein toller Platz für neues. (Wie lange uns nur die Erde „gehört“ ist aktuell zwar fraglich, haben wir doch schon den Mond und jetzt auch noch einen Meteoriten bezwungen) Mit 194 anerkannten Staaten (Korrigiert mich, wenn ich falsch liege) und unzählig vielen Regionen und Kulturstämmen innerhalb dieser Staaten ist die Erde ein wunderschöner Mix aus vielen verschiedenen Denkweisen, Lebensarten, Wissen und Naturbilder/Landschaften. Eine Sammlung an Individuen. Niemand ist gleich wie der andere. Eine wunderbare Vielfältigkeit.

Leider bringt diese Individualität immer wieder unnötige Diskussionen/Auseinandersetzungen/Konflikte daher, welche total unnötig wären. Gäbe es die vollständige gegenseitige Akzeptanz, ginge es uns auf dem Planeten viel besser. Das zeigt sich nicht in Wohlstand. Das zeigt sich im Wissens- und Erfahrungsreichtum welchen wir uns durchs Leben aufbauen. Menschen, welche nur in ihrem Umkreis sitzen und absolut kein Interesse zeigen, etwas neues kennenzulernen, kann ich nicht verstehen. Aber diese Erkenntnis wird jeder Mensch, sei er noch so Weltverschlossen, irgendwann machen. Sei es, wenn jemand einem über die Strasse hilft, sei es dann, wenn man ein Produkt konsumiert, welches aus einem fremden Land stammt. Was auch immer, die globalisierte Welt ist überall.

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San Juan, Puerto Rico, Carib Sea.

7’350km von Buchrain (CH) entfernt. Sieht doch eigentlich nichtmal so anders aus? Aber das Denken, die Kultur. Ein Weltsprung. Die Menschen da, die Leben. Puerto Rico ist Amerikanisch und somit ziemlich an den „Westlichen Lebensstil“ angepasst. Aber trotzdem existiert da noch der Karibische Baustil. Das karibische Traumleben.

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Bikini Beach, St. Thomas, Carib Sea.

St. Thomas ist auch eine karibische Insel mit traumhaftem Wetter. Ein Ort, welchen ich sehr gerne mal besuchen will.

Auch ein riesiger Punkt auf meiner Liste ist Kuba. Diese Reise muss bald passieren. Kuba ist ein Staat, welcher seeeehr lange mit eher schlechten Bedingungen überleben musste. Die Kultur und Bauweise da ist daher aber noch so erhalten, wie man es früher gemacht hat. Da sich Kuba aber immer mehr öffnet, gehen diese Kulturgüter immer mehr verloren, was ich schade finde. Klar, für die Menschen da ist eine Öffnung nur von Vorteil.

Was mich auch sehr reizt ist Afrika. Nicht die Schiki-Miki Orte in Afrika, sondern wirklich Afrika. Die Völker, die Art und Weise zu überleben. Ich will das miterleben. Nicht, dass ich jetzt einen auf Pseudo-Weltverbesserer machen will wie es so viele in den Sozialen Medien tun. Nein, ich will im Leben auch mal Leben. Das prägt sich aus, in dem man wirkliche Erfahrungen sammelt. Erst, wenn man das Leben von verschieden Seiten betrachtet sieht man, was man eigentlich alles hat. Wobei man sich selbst verbessern kann. Man will es vielleicht nicht wahrhaben, aber man kann auch von sehr sehr armen Staaten lernen.

Solche Erlebnisse würden ach so vielen Menschen gut tun. Alle die, die meinen ihr Leben sei nicht lebenswert, nur weil sie gerade keinen Freund finden. Weil sie nicht ans $Band-Konzert können, weil ihnen das Geld nicht ausreicht. Ich glaube jeder kann sich mit ganz kleinem Denkaufwand vorstellen, wie es andere Menschen haben. (Nein, nicht die Reichen meine ich.)

Ja, das Reisefieber. Es muss gestillt werden.
Hoffentlich bald!

– Jan, 17. November 2014